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DIE REGRESSIVE MODERNE: EINE KUNSTGESCHICHTE DER RÜCKSCHRITTE? Von / über / zu / mit / nach Carl Einstein

Fach: 
Kunstwissenschaft und Medientheorie
Veranstaltungstyp: 
Seminar
Zeit: 
24.10.09 13 – 17 Uhr, 25.10.09 10 – 16 Uhr, 20.11.09 13 – 17 Uhr, 21.11.09 10 – 16 Uhr, 27.11.09 13 – 17 Uhr, 28.11.09 10 – 16 Uhr
Ort: 
Raum 112 (Großer Seminarraum)

Durch den legendären Propyläen-Band „Die Kunst des 20. Jahrhunderts“ (1. Aufl. 1926) ist Carl Einstein zu einer festen Größe der Kunstgeschichtsschreibung geworden. Sein von den 1910er bis 30er Jahren reichendes kunsttheoretisches Werk gewährt Einblicke in die Kriterien, die aus Künstlern „Klassiker der Moderne“ machten. Es erlaubt aber auch Reflexionen über die Rolle von Kunstwissenschaftlern als „Missionare rückwärts“. Einstein entwickelt einen Begriffsrahmen für die Kritik an den Opfern des Verstandes in der Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Eine Reihe von Konzeptbegriffen werden wir gezielt untersuchen: „Moderne Primitive“, „Theorie des Kubismus“, „Anonyme Kunst“, „Infantilismus“, „periodische Regressionen“. Zu überlegen wird sein, ob wir mit dem an Einstein geschulten kunstwissenschaftlichen wie auch ethnographischen Blick die Annahme einer „Regressiven Moderne“ und die Geltung zeitgenössischer „Weltkunst“ rechtfertigen können.