BILDKRITIK IN DER MALEREI ‚NACH DER MALEREI‘
Als signifikantestes Ereignis der Kunstentwicklung nach 1945 gilt die ‚Überwindung‘ der Malerei. Ausgehend von einer Kritik des illusionistischen Bildes der europäischen Tradition entwickeln sich Praktiken, die sich ‚direkt‘ im ‚realen‘ Raum-Zeit-Gefüge situieren wie die Installationskunst, die Performance oder die Land Art. Die Veranstaltung wird sich hingegen mit künstlerischen Positionen beschäftigen, die in den 1950er, 60er und 70er Jahren gegen die allgemeine Tendenz an der Malerei festhalten und dabei die einfache Identifikation von ästhetischer Radikalität und Ikonoklasmus in Frage stellen. Es soll gezeigt werden, wie die Malereikritik der Neo-Avantgarden bei Malern wie Jasper Johns, Robert Rauschenberg, Lucio Fontana, Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Robert Ryman, Frank Stella, Gerhard Richter, Sigmar Polke, Daniel Buren u.a. reflektiert wird und zu grundlegenden Revisionen des neuzeitlichen westlichen Bildbegriffes führt. Die Veranstaltung ist als Wechsel von Vorlesungen und Seminarsitzungen angelegt. Ein Programm mit Referatsthemen wird vor Semesterbeginn per E-Mail versandt.
Beginn: 14.10.09
