Wettbewerb & Perfektionierung: Arbeit am künstlerischen Ruhm
Die Idee des Übertreffens und Wetteiferns ist in den Künsten seit der Antike mit dem Prinzip der Nachahmung, der imitatio, verknüpft, die letztlich immer in der superatio oder aemulatio, der Überbietung von Vorbildern ihr Ziel hat. Dies schlägt sich auch in der akademischen Ausbildung der Künstler nieder, die zum Kopieren, Nachahmen und Übertreffen der Natur sowie der künstlerischen Vorbilder angeleitet werden. Nicht nur unter den Künsten wird ein oft höchst selbstreflexiver Paragone ausgetragen und inszeniert, sondern das agonale Prinzip prägt besonders seit der frühen Neuzeit auch die Konkurrenz unter den Künstlern, die in Nah- und Fernduellen danach streben, einander zu überbieten und sich Ruhm und Unsterblichkeit zu sichern. Das Seminar möchte einige theoretische und künstlerische Schlüsselmomente dieser Entwicklung in der Geschichte der Kunst untersuchen und auch danach fragen, inwiefern die antiken und frühneuzeitlichen Maximen der Kunst in Moderne und Postmoderne Bestand haben.
Das Programm mit Referatsthemen wird per Mail vor Semesterbeginn verschickt.
Seminarbeginn: 15.04.
| Anhang | Größe |
|---|---|
| Arbeit_am_kstl_Ruhm.doc | 28.5 KB |
