Matthias Fritsch auf ZEIT ONLINE
Auszug aus „Wie YouTube die Videokunst verändert“ von Astrid Herbold
Der Artikel erschien auch im gedruckten Tagesspiegel.
„Niemand konnte damit rechnen, am wenigsten der Künstler selbst. Matthias Fritsch, damals Student an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, gelang 2006 ein Coup: Ohne eigenes Zutun wurde eines seiner Videos zum Blockbuster. Schon 2001 hatte Fritsch eine vierminütige Filmsequenz namens Kneecam No. 1 ins Netz gestellt. Mit etlichen Jahren Verzögerung begann der Film – zu sehen ist ein zu Techno tanzender "Wikinger" – sich selbst zu verbreiten. Unter dem Titel Techno Viking dehnte er sich im mittelamerikanischen Raum aus, wanderte über die USA zurück nach Europa, wurde von fremden Menschen kopiert, mit neuer Tonspur versehen, bearbeitet, kommentiert – und immer wieder empfohlen. Mehr als 20 Millionen Klicks generierte er zuletzt allein über Youtube. Ein Internet-Mem nennt sich das: ein sich selbst fortpflanzender, immer weiter mutierender Content-Schnipsel.“ … weiterlesen: http://www.zeit.de/kultur/2010-07/videokunst
