Erinnerungen an eine zweigeteilte Welt
Am 20. Februar 2010 wurde in der Villa Schöningen der zweite Teil der Ausstellung "1989" eröffnet, in der Arbeiten Anna Jermolaewas, Professorin für Medienkunst, und Andrei Ujicas, Professor für Film an der HfG Karlsruhe, vertreten sind. Die sich auf das geschichtsträchtige Jahr 1989 beziehende Ausstellung beschäftigt sich mit der Realität einer ideologisch zweigeteilten Welt und will an alte, niedergerissene Mauern erinnern, aber auch dazu anregen sich kritisch neuer Grenzziehungen zu besinnen.
Von Anna Jermolaewa ist eine speziell für die Ausstellung entstanden Arbeit zu sehen. Die in St. Petersburg geborene Künstlerin schildert in ihrem Video "Aleksandra Wysokinska / 20 Jahre danach" das Zusammentreffen mit Wysokinska, die ihr im Frühjahr 1989 zur Flucht nach Österreich verholfen hatte. Ihre Geschichte ist ein persönliches, inoffizielles, aber dafür nicht minder prägendes Ereignis im Spiegel der großen Umbrüche in der offiziellen Geschichtsschreibung.
Noch bis zum 28. Februar sind in der Ausstellung täglich ab 14 Uhr die 1992 entstandenen "Videogramme einer Revolution" von Harun Farocki und Andrei Ujica, zu sehen.

Filmstill: "Videogramme einer Revolution" von Harun Farocki und Andrei Ujica
Mit Harun Farocki, Rainer Ganahl, Stephan Huber, Boris Mikhailov, Martin Parr, Susan Philipsz, Christian Pußwald, Pedro Reyes und Anna Jermolaewa sind in der Ausstellung Künstler aus Deutschland, Österreich, Russland, der Ukraine, Großbritannien und Mexiko vertreten.
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"1989 / 2. Abschnitt"
Ort: Villa Schöningen, Berliner Str. 86, 14467 Potsdam
Internet: http://www.villa-schoeningen.de/aktuell.html
