Sebastian Drost - Patronenwald
Dokumente zur Zwangsarbeit im "Dritten Reich"
Schriftenreihe der Staatlichen Hochschule für Gestaltung
Band 9
Herausgegeben von Heinrich Klotz
Erschienen im Cantz Verlag
1. Auflage Stuttgart 1998
Das Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe hat 1997 in der ehemaligen Halle der Industriewerke Karlsruhe-Augsburg, der einst größten Waffen- und Munitionsfabrik der Welt, seine Unterkunft gefunden. Im Zweiten Weltkrieg wurden hier, wie andernorts in Deutschland, ausländische Arbeiter und Arbeiterinnen, die meist zwangsrekrutiert wurden, unter unmenschlichen Bedingungen zur Fertigung eingesetzt.
Sebastian Drost, Student der ersten Generation der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, erschloß in seinem Anfang 1998 uraufgeführten Dokumentarfilm "Der Patronenwald" die Geschichte der Fabrik und der "Fremdarbeiter". Mit authentischem Material - darunter Schriften, Verordnungen und Erlasse aus dem Generallandesarchiv in Karlsruhe und Interviews mit den polnischen und holländischen Arbeitern - schuf er an einem exemplarischem Beispiel ein beklemmendes Dokument der nationalsozialistischen Praxis. Die vorliegende Publikation ist um eine Auswahl des Materials zu einer Geschichte der Zwangsarbeiter in den deutschen Waffen- und Munitionsfabriken Karlsruhe erweitert.
(Klappentext 1998)
